The week of UTMB: Preview TDS

von Sabine



Die UTMB-Woche hat begonnen. Und wie im letzten Jahr verspricht der UTMB wieder ein sehr spannendes Rennen zu werden – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Aber neben dem UTMB gibt es noch fünf weitere Rennen – und von diesen haben es vor allem der TDS, der OCC und der CCC richtig in sich. In unserem Blog gibt es am Vortag jedes Rennens einen kurzen Überblick über das Elitefeld.

TDS

Start: 29 August 2018, 06:00
Strecke: 121 km, 7500 Höhenmeter
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Preview der Strecke:




Von den „kürzeren“ Rennen der UTMB Serie ist der TDS sicher der technisch schwierigste. Doch nicht nur das: In diesem Jahr hat dieses Rennen erstaunlich viele Top Athleten angezogen, so dass man mit einigen packenden Duellen rechnen kann.

Frauen

  • Megan Kimmel. Vor gut einer Woche hat sie beim Pikes Peak Marathon den 37 Jahre alten Streckenrekord geknackt. Außerdem hat sie in diesem Jahr das Broken Arrow Skyrace gewonnen. Sie hat die steilen und schwierigen Berge drauf. Aber kann sie auch lang? Der TDS wäre ihr bei weitem längster Lauf …
  • Kathrin Götz. Die Schweizerin hat in diesem Jahr innerhalb eines Monats den K54 beim Scenic Trail und den E101 beim Eiger Ultra Trail gewonnen und ist beim Lavaredo Ultra Trail in einem sehr starken Feld Dritte geworden. Sie könnte beim TDS die Nase vorn hat – falls sie sich in der ersten Jahreshälfte nicht zu sehr ausgepowert hat.
  • Rory Bosio. Eine alte Bekannte beim UTMB. Zweimal schon, 2013 und 2014, hat sie den „großen Bruder“ des TDS gewonnen. Seitdem ist es etwas ruhiger um die Kinderkrankenschwester geworden. In diesem Jahr wurde sie Dritte beim Broken Arrow Skyrace.
  • Yiou Wang. Die US-Amerikanerin ist eine hervorragende 50k und 50M Läuferin. In der letzten Zeit war sie im Rahmen ihres Projekts „Where’s Yiou“ rund um die Welt unterwegs. Nun macht sie in Chamonix Station. Mal sehen, was sie auf der langen Strecke drauf hat.
  • Kellie Emmerson. Die Australierin war im letzten Jahr Fünfte beim UTMB. In diesem Jahr hat sie schon den Ultra Trail Australia gewonnen und ist Vierte beim Madeira Island Ultra Trail geworden. Auch sie könnte in den Kampf um’s Podium eingreifen.
  • Audrey Tanguy. Die Französin ist bislang selten bei den sehr bekannten Rennen gestartet. Letztes Jahr aber hat sie bei der technisch sehr anspruchsvollen L’Echappee Belle die 85km Strecke gewonnen. Und beim MIUT in diesem Jahr wurde sie Zweite beim MIUT und Zweite beim 90 km Mont-Blanc Lauf – hinter Mimmi Kotka. Das lässt einiges erwarten.
  • Corrine Malcolm. Die Amerikanerin ist bislang fast nur in den USA unterwegs gewesen. Dort aber zuletzt gar nicht mal schlecht. Sie wurde Neunte beim Western States und gewann „The Canyons 100k“ im April. Letztes Jahr war sie Vierte beim Leadville 100. Lang kann sie also. Aber kann sie auch steil?
  • Marie McNaughton. Die Läuferin aus Neuseeland lebt in Hong Kong. Kein Wunder, dass sie dort so gut wie jeden Ultra (erfolgreich) mitnimmt. So wurde sie Erste beim TNF 100 Hong Kong, und nur wenige Tage später siegte sie beim 115 km langen Ultra Trail Tai Mo Shan. Aber auch beim Eiger Ultra E101 hat sie mit dem 5. (2017) und 7. (2018) Platz hervorragende Platzierungen eingefahren. Sie hat das Potential, beim TDS zumindest in die Top 10 zu kommen.
  • Caroline Benoit. Auch die Französin hat Potential für die Top 10. Sie wurde in diesem Jahr Dritte beim Eiger Ultra Trail E101 und im letzten Jahr Vierte beim CCC.
  • Alissa St. Laurent. Die Kanadierin aus Edmonton zeigt eine unglaubliche Konstanz bei allen Rennen, bei denen sie startet. Häufig steht sie ganz oben auf dem Treppchen, meist kommt sie zumindest in die Top 10. So auch 2016 beim Western States 100 (Platz 5), beim Run Rabbit Run 100 (Platz 2) oder im letzten Jahr beim UTMB (Platz 6). Mal sehen, was in diesem Jahr beim TDS rumkommt.

Männer

  • Hayden Hawks. Bekannt aus dem Film „Miller vs. Hawks“. Hat 2017 den CCC gewonnen. In diesem Jahr dann wurde er Zweiter beim Coastal Challenge, einem Mehrtagesrennen in Costa Rica. Danach war Wunden lecken angesagt. Im Juni kam er zurück – zum Lavaredo Ultra. Sein Sieg dort war überzeugend. Für mich der Favorit für den TDS.
  • Dmitry Mityaev. Ähnlich wie bei Tom Owens kommt er aus dem Skyrunning. Allerdings ist er noch nie Wettkämpfe über 80 km gelaufen. Auch hier gilt: Wenn er die Strecke drauf hat, könnte es was werden mit einer guten Platzierung.
  • Tom Owens. Der Brite kommt eigentlich aus dem Skyrunning. Ist die ganz harten Strecken gewohnt. Weniger dagegen die langen Distanzen. War im letzten Jahr 5. beim CCC. Wenn er die Strecke drauf hat, könnte in diesem Jahr die höheren technischen Ansprüche des TDS gegenüber dem CCC für ihn von Vorteil sein.
  • Dylan Bowman. Der Läufer vom Team Red Bull hat in diesem Jahr einen Lauf. Erster beim Tarawera 100k in Neuseeland, dann FKT an der Lost Coast, dann Erster beim UTMF. Letztes Jahr war er Siebter beim UTMB.
  • Ludovic Pommeret. Ihm ist viel zuzutrauen. 2016 gewann er den UTMB. Letztes Jahr war er Dritter beim CCC. Dieses Jahr kam er bei sehr starker Konkurrenz bei der WM auf den Penyagolosa Trails auf Platz 5.
  • Tofol Castanyer. Er ist mit seinen 46 Jahren nicht mehr der Jüngste. Aber er kommt frisch von einem Sieg beim Swiss Iron Trail T88. Stand 2014 schon beim UTMB auf dem Treppchen, als er dort auf Platz 2 kam.
  • Aurelien Dunand-Pallaz. Siege bei ganz großen Wettbewerben blieben ihm bislang versagt. Aber in diesem Jahr landete er auf Platz 2 beim Madeira Island Ultra Trail. Das lässt einiges erwarte.
  • Zaid Ait Malek. Selten landet der Marokkaner außerhalb der TOP 10, wenn er bei einem Rennen startet.
  • Marcin Swierc. Der Pole war im letzten Jahr Zweiter beim CCC. In diesem Jahr auf dem „kurzen“ Kalser Tauern Trail beim GGUT ebenfalls auf Platz zwei.
  • Diego Pazos. Der Schweizer bislang sein bestes Jahr 2016, als er sowohl den Eiger Ultra Trail E101 als auch den Mont Blanc 80k gewann. Außerdem kann er harte Rennen gut durchstehen: Schon zweimal – 2015 und 2017 – war er Vierter bei der Diagonale des Fous auf La Reunion.

Interessant aus deutscher Perspektive: Benni Bublak, frisch gebackener Sieger vom Walser Ultra Trail. Er muss allerdings noch zeigen, dass er die langen, harten Rennen drauf hat.


Viel Spaß beim Zuschauen!







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