The week of UTMB: Preview OCC

von Sabine





Die UTMB-Woche ist voll in Gang. PTL läuft. TDS läuft. Und demnächst läuft auch der OCC. In diesem Jahr lohnt sich mehr als in den Jahren zuvor, auch die „kleineren“ Läufe des UTMB anzuschauen. Denn längst tummelt sich nicht mehr alles im Hauptlauf …

OCC

Start: 30 August 2018, 08:15
Strecke: 56 km, 3600 Höhenmeter
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Preview der Strecke:







Er ist eines der jüngsten Mitglieder in der UTMB-Familie: Der OCC. Steht für Orsières-Champex-Chamonix. Seit 2014 gibt es ihn. Zunächst wurde er eher belächelt und angesichts der langen Strecken nicht wirklich ernstgenommen. Im letzten Jahr standen erstmals mit Läufern und Läuferinnen wie Marc Lauenstein, Emelie Forsberg oder Rory Bosio die Elite am Start. Und in diesem Jahr könnte der Durchbruch erreicht sein, was die Visibility des OCC angeht.


Frauen

  • Ruth Croft. Wer Ruth beim Mont Blanc Marathon gesehen hat und beobachten konnte, mit welcher Leichtigkeit sie die Berge hochläuft – der wird kaum einen Zweifel daran haben, dass sie hier ganz stark um den Sieg mitmischt. Im Juli gewann sie auch den Speedgoat 50. Ihr liegen die Strecken zwischen Marathondistanz und 50 Meilen – und genau in diese Kategorie fällt der OCC.
  • Lucy Bartholomew. Sie könnte eine der ganz starken Konkurrentinnen für Ruth Croft werden. Denn Lucy „is on fire“. Sie kommt frisch von ihrem 3. Platz beim Western States 2018. Dort ist sie über die Berge losgestürmt und musste nachher für das schnelle Tempo Tribut zahlen. Aber der OCC ist kein langer Lauf, und so ist der schnellen, jungen Australierin einiges zuzutrauen.
  • Eli Gordon-Rodriguez. Als ob es nicht schon genügend Favoritinnen gäbe – Eli Gordon sollte man auch nicht vergessen. Auch wenn sie wenige Ergebnisse bei Ultras eingefahren hat – ihr Metier sind eher die Trailläufe der Marathondistanz und darunter. So kam sie z.B. beim diesjährigen Marathon du Mont Blanc auf Platz 3 und beim Sierre Zinal auf Platz 7. Und vor allem: Sie ist die Titelverteidigerin – 2017 gewann sie den OCC.
Andrea Huser steht zwar immer noch auf der Startliste des OCC, nachdem sie vom UTMB „heruntergestuft“ hat. Aber auch der OCC wird nach nochmaliger Knochenverletzung (diesmal: Schlüsselbein) nicht zu machen sein. Sie steht bestenfalls im Publikum …

Männer

  • Tim Freriks. Ganz sicher der Star an der Startlinie. Der Coconino Cowboy startet nach seinem Sieg beim Black Canyon 100k und dem 13. Platz beim Western States mal wieder auf der kürzeren Distanz. Auf der er im letzten Jahr voll überzeugt hat: Sieg beim Transvulcania und Sieg beim TNF San Francisco. Jeder, der beim OCC den Sieg will, wird ihn angreifen müssen.
  • Thibaut Baronian. Er ist einen der möglichen Konkurrenten von Tim Freriks um den Sieg. Und er kennt sich aus auf dem OCC – im letzten Jahr war er Zweiter. In diesem Jahr außerdem Vierter beim Marathon du Mont Blanc.
  • Nicolas Martin. Er hat im letzten Jahr die französische Trailrunning-Meisterschaft gewonnen. Außerdem den kompetitiv besetzten MSIG Lantau in Hong Kong 2016. Und am Trail du Ventoux ist er immer eine Größe. Er sollte beim OCC mindestens die Top 10 schaffen – gegebenenfalls ist auch das Podium drin.
Interessant aus deutscher Perspektive: Christoph Lauterbach. Ein Experte für Trails mittlerer Länge. In diesem Jahr hat er den Eiger E51 gewonnen, und sowohl 2017 als auch 2018 war er Schnellster beim Marathon des Hochkönigman.


Viel Spaß beim Zuschauen.








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